Leichtigkeit
bedeutet Vertrauen
Ich mach die Box an und spiel Bachs weichsten Symphonien. Laut.
Es ist Frühling! Fenster auf. Ganz leicht.
Leichtigkeit ist für mich Vertrauen. Ich weiß, da ist ein morgen, über den ich mich freun darf. Wirklich. Und das aus tiefster Seele.
So beschissen wies mir manchmal geht und ging. Es hat immer ein danach gegeben und niemand muss mir das beweisen. Scheiße, oder?
Du kommst einfach dazu. Bist auf der Welt und dann hast du das in der Hand.
Ein kleiner knubbliger Trottel mit nichts als Vertrauen. Damit kommen wir auf die Welt. Wachstum geschieht nur in dieses Vertrauen hinein.
In einen Morgen in den man sich reinatmen kann. Nur ein kleiner Geschmack darauf, was es heißt, als Mensch geboren zu sein und nicht als etwas anderes.
Kann man das beschreiben? So trocken? Erbärmlich, ehrlich gesagt. Was können Worte nicht alles tun. Und wie schön ist es, sich die Worte ganz einfach aus der Luft zu pflücken, weil man sich ganz sicher ist was man transportieren möchte.
Da ist die Natur. Da ist die Familie. Da ist die Liebe, da ist Vertrauen daran, dass auch morgen noch die Welt geht.
Die Welt geht nämlich immer und mit uns darauf. Nicht “auch ohne uns”; was für ein Müll. Wie kann man so was sagen? Als wären wir nicht da?
Braucht diesen Zynismus eine Welt, bevölkert von Wesen, die sich nichts beweisen müssen wirklich um zu essen, schlafen, träumen, wohnen, leben? Ja. Erübrigt sich eigentlich, die Frage.
Ich wüsste auch nicht wofür. Es reicht die Pflicht zur Kür.
Was mich eigentlich sehr beeindruckt in Deutschland, ist wie gut Sachen funktionieren. Irgendwas hat dieses Völkchen, es sich leicht zu machen. Und mit ganzer Kraft und voller Vertrauen in sich selbst das Leben hops zu nehmen.
Und irgendwie sind wir alle kaputt. Und überhaupt nicht mehr gern leicht.
Dieser ganze Scheiß Krieg und die unverschämte Verblödung und Korruption. Für diese ganzen strukturierten Denkfehler mit Artikulationsbedürfnis habe ich einfach keine Reserven mehr. Wo man auch anfängt, stinkts am Ende. Hier ist schon lange nichts mehr leicht.
Ich hab Geschichten parat und Erlebnisse erfahren und Menschen getroffen, von Ihnen gelesen und sie erlebt, ich habe Memes durchgescrollt und schon immer richtig bock gehabt, mal ein bisschen Farbe in den Puff zu bringen.
Wenn man sich mal ein wenig locker macht, zum Beispiel mit dem Schreiben solcher Herzenszeilen, ists meist nice dabei zu reimen.
Das Hirn liebt Rhythmus und Melodie! Man merkt sich wohlklingendes eher, fühlt es mehr. Musik, Sprache, Formulierung Klang, das Medium. Von Hand führt sich Schrift viel natürlicher aus, das Wort hat Gewicht und das ist wichtig.
Ich schreibe ohne Hemmungen von Hand und tippe auch so. Füllfedern und Ich werden keine Freunde mehr in diesem Leben. Zu viele schlechte Erinnerungen und gelegen haben sie mir nie. Ich drück auch zu doll auf, die Tinte kleckst mir herum, ich muss das Teil halten wie einen überempfindlichen Pinsel und ich setze beim Schreiben ständig ab, dass ist eine Angewohnheit. Füllfedern sind unglaublich schön und damit zu schreiben wirklich allein schon die Erfahrung wert.
Aber ich hatte meine.
Nun, was leicht daran ist?
Ich schreib mit Kugelschreibern. Damit wir man in diesem Land regelrecht überschwemmt.
Schmiert nicht und schreibt trotzdem von Herzen.
Ganz leicht.
Danke wie immer für deine Arbeit, liebe Margot Dimi, das Wortweib🖋️ . Mögen viele Beiträge zu diesem federleichten Thema eingehen.
Für ebenso federleichte Community-Geschichten, Schreibprojekte und sonstiges rund um Fiktion, Spaß und Schreiben, ist dieses schöne Projekt entstanden:
Durch die engagierte herzliche Initiation von Snappy, Targya - Cursorherz, Julian und Beiträgen von Eleonore Sterndorn, Worte aus dem Wäschekorb , Stabenwelt, Simon Brunner und inzwischen vielen weiteren, sympathischen Personen und Beiträgen. Danke für eure Kreativität und derlei gestalterische Plattform.
Dank hauseigener co-genialer IT durch Julian auch auf erzaehlschmiede.de
Und ein high five an dieser Stelle auch an Katja Weinert , Gerburgis Decking , Milosz Matuschek , Knut Opitz , Worte_im_Fluss , Kittel & Kapital , Thomas Weber .
Und hochachtungsvollen Gruß an Dich, mein lieber Sebastian Grguric .
Wer mich abonniert ist klasse, ganz ehrlich. Hatte absolut keinen Schimmer, wie sich das alles entwickeln würde. Und darum ist es gut geworden. Ich fühle mich herzlichst vereinnahmt.
peace
Dieser Beitrag wurde nicht mit dem Pareto-Client geschrieben.
https://eine-million-stimmen-fuer-den-frieden.de/umsetzung/
Autor: Timogenes (1995-2026) Timogenes@rizful.com
Anja, Jens, analoge Stimmen könnten doch auch Briefe sein, oder?
Die meisten Leute mit Kugelschreibern haben Druckerzugang.
Habe Ich selbst gesehen.


Vielen Dank, Timo. Immer wieder eine Bereicherung, deine Texte zu lesen.
Herzlichen Dank, Timo Meister der Verse und Leichtigkeit!